April 2014 :: „Blumkas Tagebuch“ & „Fräulein Esthers letzte Vorstellung“ – Ein fester Bestandteil des Projektzyklus um Janusz Korczak

„Blumkas Tagebuch“ – „Fräulein Esthers letzte Vorstellung“

Iwona Chmielewska und Adam Jaromir stellen in einer zweisprachigen Lesung ihre Werke vor

 

Im Jahr 2014 begann die intensive Zusammenarbeit mit der international gefeierten Illustratorin und Autorin Iwona Chmielewska sowie mit dem preisgekrönten Autor und Verleger Adam Jaromir. Beide veröffentlichten kurz nacheinander Bilderbücher, die sich mit Janusz Korczak auf zwei unterschiedliche Arten auseinandersetzten. Zwei herausragende, und von der Kritik hoch gelobte Werke standen uns zur Verfügung, um den Projektzyklus rund um Janusz Korczak fort zu führen. Nicht nur das. Mit den beiden Schöpfern der Werke gelang es tiefe Einblicke in Ihre Arbeit und zu Janusz Korczak zu gewinnen.

Im April fanden mehrere Workshops (Johannes Turmair Gymnasium, Bildungszentrum St. Wolfgang, Nardiniheim, Grundschule St. Josef) sowie eine Lesung (AnStatt Theater – Alter Schlachthof) mit Iwona Chmielewska und Adam Jaromir statt.

 

Blumkas Tagebuch (2012)

(Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012)

Ihr Tagebuch ist nicht dick, aber manchmal – so meinte zumindest der Herr Doktor – „erfährt man aus einem dicken Buch nichts Neues, aus einem dünnen aber sehr viel“.

Blumkas Tagebuch erzählt uns vom Leben im Warschauer Waisenhaus des polnisch-jüdischen Kinderarztes und Pädagogen Janusz Korczak in Form eines Tagebuchs. Handlungszeit des Buches ist die Zeit vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Polen. Schon die ersten Seite macht neugierig. Die Tagebuchschreiberin Blumka stellt zwölf Kinder aus dem Waisenhaus vor – sich selbst zuletzt. Jedes Kind wird in seiner gegenwärtigen Individualität dargestellt, denn Details der traurigen Biografien werden nur angedeutet und dies eher im Bild als durch den Text. Der zweite Teil des Buches ist „ihm“ gewidmet: Und das ist unser Doktor“, sagt Blumka auf der Doppelseite, die den Leiter des Heims beim Wäscheaufhängen zeigt – eine gekonnt verknappte Charakterisierung der pädagogischen Arbeit Korczaks. Jede Begebenheit ist eine Miniatur von Prinzipien einer humanistischen Pädagogik. Für die Collagetechnik wird leitmotivisch vergilbtes, liniertes Schreibpapier verwendet, wie es aus Blumkas Tagebuch stammen könnte. Und zwar immer dann, wenn es um Wesentliches geht. In den knappen Texten schwingen unausgesprochene Gedanken mit, die sich mit Details der Illustration zu komplexen Aussagen verbinden. Blumkas Tagebuch ist ein künstlerisch beeindruckendes und emotional berührendes Bilderbuchkunstwerk, das sein Thema für Kinder nachvollziehbar umsetzt – und das auf eine tiefgründige Weise.

(Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises 2012)

(Mehr zur Person Iwona Chmielewska – LINK – PERS)

 

 

Fräulein Esthers letzte Vorstellung (2013)

Ausgezeichnet mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2014

Fräulein Esthers letzte Vorstellung – Eine Geschichte aus dem Warschauer Ghetto

„Wer als Vater oder Mutter vorbereitend Fräulein Esthers letzte Vorstellung liest, sollte diese Hintergründe kennen. Denn die Texte Adam Jaromirs bauen auf ihnen auf. Und auf Knappheit: Spröde Lakonik ist der erschütternde Grundton, in dem, gestützt auf hinterlassene Notizen Korczaks, Jaromir den Arzt und die fiktive zwölfjährige Genia von den letzten Wochen des Waisenhauses erzählen lässt. Beide benutzen die Gegenwartsform, ein Duktus, der sofort einen Sog ausübt. Jeder Satz wird zum stillen Schlag, der beklemmende Gedankenketten in Bewegung setzt […]. […] Cichowska und Jaromir ersparen ihren kindlichen Lesern nichts, aber sie schildern das Grauen behutsam andeutend. […] So wie überhaupt dieses Buch mit seiner Forderung nach Konzentration und seinen wunderbaren ergreifenden Bildern ein Gegenpol sein könnte, ein Deich gegen die abstumpfende Flut der im Sekundentakt wechselnden computeranimierten Gewaltwelten.“

Dieter Bartetzko: Es gibt hier keine Vögel, und der Donner bleibt aus, in: FAZ vom 21. September 2013, S. 32
„Das aufwendig gestaltete, dokumentarische wie lyrisch verdichtete Buch erinnert an Menschen, die Kindern auch in finsteren Zeiten mit Respekt und Kunst beistehen.“ Verena Hoenig: NZZ am Sonntag, Nr. /2013
„Ein einzigartiges Meisterwerk, in dem Text und Bild eine Geschichte von den letzten Monaten in Janusz Korczaks Waisenhaus im Warschauer Ghetto erzählen.“ Siggi Seuss: Fräulein Esthers letzte Vorstellung, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 288 vom 13. Dezember

(Mehr zur Person Adam Jaromir – LINK – PERS)

 

 

Begleitende Medien

Bilder

Sie sehen Bilder zur zweisprachigen Lesung von Iwona Chmielewska und Adam Jaromir

* Plakate und Flyer zu unserer Veranstaltung
* Impressionen zu unserer Veranstaltung mit Iwona Chmielewska und Adam Jaromir
* Impressionen von einem begleitenden Workshop

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Downloads

Mit ergänzenden Presseartikeln zur zweisprachigen Lesung von Iwona Chmielewska und Adam Jaromir bieten wir Ihnen sehr gerne weitere Informationen als download an.