Zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust gastiert das Experimentelle Theater Günzburg mit dem Stück „ZÜNDELN – oder Josef M. und Seinesgleichen“

Zündeln – oder Josef M. und Seinesgleichen

Ein Kooperationsprojekt mit der Deutschen Korczak-Gesellschaft

 

Zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust gastiert das Experimentelle Theater Günzburg mit dem Stück „ZÜNDELN – oder Josef M. und Seinesgleichen“ im AnStattTheater des Alten Schlachthofs. Für die Produktion zeichnen sich das Ensemble selbst, sowie Siegfried Steiger, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Korczak-Gesellschaft
 verantwortlich. Die Veranstaltung ist Teil der Straubinger Partnerschaften für Demokratie.

Das Stück ZÜNDELN ist bereits 1999 entstanden – wurde aber erst 2005 der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.
 Seitdem spielt die Gruppe das Stück ununterbrochen in Günzburg, dem Geburtsort des berüchtigten KZ-Arztes Josef Mengele. – Meist kam es im Umfeld des Holocaust-Gedenktages (Befreiung von Auschwitz) zur Aufführung. Alle Einladungen auch einmal auswärts zu spielten, wurden von der Gruppe bisher konsequent aufgelehnt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit der Günzburger mit Straubinger Kulturschaffenden v.a. auf dem Gebiet des Erbes um Janusz Korczak folgt man nunmehr allerdings einer Einladung in die Gäubodenstadt.

Zum Inhalt des Stücks:

Die Handlung spielt unmittelbar vor der Auflösung eines undefinierbaren Terrains.
 Mehrere in seltsam anmutender Geistesverbundenheit agierende Personen reflektieren nochmals ihr Verhalten: ideologische Projektarbeit – die Wissenschaft als Schutzmantelmörder. Verbales Richter- und Henkertum. Zerstörungslärm rückt näher – man hält sich gegenseitig zur Eile an: letzte Redekaskaden, letzte Experimente, Versuche zur Unkenntlichmachung des Schauplatzes.
Jahrzehnte nach Auschwitz. Ein Streichholz, ein Feuerzeug, eine zischende Flamme – nicht die Wirklichkeit selbst, sondern ein Spiel über die Wirklichkeit. Nicht die Gewalt, sondern das Reden über Gewalt. Hier wird nicht gestorben, nur über das Sterben philosophiert. Ein Spiel mit dem Feuer ohne Brand an einem speckigen Ort.
 Gewalt, Schmerz und Tod. GeMengele aus Ignoranz und hehren Phrasen. Die Wissenschaft als Alibi. Wofür eigentlich?

Und bisweilen läuft die Kamera mit, filmische Dokumentation, Ohnmacht der Bilder, Beweislast, Entlastungsbeleg? Identitätsschizophrenien, Jahrzehnte nach Kriegsende immer noch Rechtfertigungssophistik, Meinungsgeplapper, Denk-Mal-Diskussionen („Denken schadet der Illusion“…sagt man.)…kurz aufflammender Zerstörungslärm…näher rückender Zerstörungslärm…

 

 

Begleitende Medien

Bilder

In 3 Slideshows sehen Sie Bilder aus der Veranstaltung vom Januar 2019.
Das experimentelle Theater Günzburg mit dem Stück „ZÜNDELN – oder Josef M. und Seinesgleichen“ im AnStattTheater des Alten Schlachthof Straubing.

Sie sehen Impressionen aus unserer Veranstaltung 'Experimentelles Theater Günzburg mit dem Stück „ZÜNDELN – oder Josef M. und Seinesgleichen“' ...
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