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„Schicksale hinter Stolpersteinen“ :: Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben – Wir sind Straubing“ :: Die App zu den Straubinger Stolpersteinen leistet einen Beitrag zur Erinnerungsarbeit

Stolpersteine in Straubing – Sie waren unsere Nachbarn

Die App zu den Straubinger Stolpersteinen

Erfahren Sie mehr über die Menschen, denen diese Steine des Erinnerns gewidmet sind.
Halten Sie inne. Stolpern Sie gedanklich.
Mit der App zu den Straubinger Stolpersteinen können Sie interaktiv einen Beitrag zur Erinnerungsarbeit leisten.
Erinnerungsarbeit ist Demokratiearbeit!

EIN MENSCH IST ERST VERGESSEN, WENN SEIN NAME VERGESSEN IST. (Talmud)

Diese Steine aus Messing werden in der Regel vor dem letzten selbstgewählten Wohnort in den Boden eingelassen. Die Idee geht zurück auf den Künstler Gunter Demnig und damit soll an die vielen Opfer der Zeit des Nationalsozialismus (NS) erinnert werden. Sie alle hatten Namen, Familien, Lebensgeschichten. Die Idee ist, wortwörtlich über diese Steine – auch gedanklich – zu stolpern, einen Moment inne zu halten und sich an diese Menschen zu erinnern. Mit der App können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Spurensuche begeben, und etwas über die Menschen erfahren, deren Namen man auf den Stolpersteinen lesen kann. Sie fielen einem staatlich organisierten Vernichtungsauftrag zum Opfer.

Der QR-Code zu den Straubinger Stolpersteinen auf der Plattform Actionbound

Scannen Sie den QR-Code mit Ihrem Smartphone um auf die Seite der Straubinger Stolpersteine zu gelangen ...

Die App zu den Straubinger Stolpersteinen
(verfügbar ab 13.11.2020)

 

Scannen Sie den QR-Code mit Ihrem Smartphone um auf die Seite der Straubinger Stolpersteine zu gelangen.
Finden Sie die verschiedenen Orte und erfahren Sie mehr über die Menschen, denen diese Steine des Erinnerns gewidmet sind. Mit dieser App zu den Straubinger Stolpersteinen können Sie interaktiv einen Beitrag zur Erinnerungsarbeit leisten.

 

https://actionbound.com/bound/straubingstolpersteine

 

Gesamtkonzept und Umsetzung – Julia Eder

Sozialpädagogin (M.A.), Referentin in der politischen und rassismuskritischen Bildungsarbeit, sowie Betzavta Trainerin (Methode des Adam Insituts, Israel).

 

Grafik – Lisa Teresa Gut

Trainerin und Sketch Noterin in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit, sowie Betzavta Trainerin (Methode des Adam Instituts, Israel). Sie studierte Kultur- und Medienpädagogik sowie Erziehungs- und Bildungswissenschaften. Themenschwerpunkte sind u.a. Demokratiebildung, Beteiligung und Engagement, digitale Räume für Bildungs- und Begegnungsprozesse.

 

Ergänzende Audiotexte zu den Straubinger Stolpersteinen

Die Sprachaufnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit Studentinnen und Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst / Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik – Stuttgart. Im Laufe der Zeit wird das Angebot u.a. mit Audiobiografien ergänzt.

 

Musik – Ensemble Avanim (Wien)
Avanim: Hebräisch für Steine

Avanim haben sich jiddischer und hebräischer Musik verschrieben. Das Ensemble ist fester Bestandteil des Vereins „Steine der Erinnerung“ in Wien und leistet seit 2009 einen wichtigen Beitrag zur Belebung der jüdischen Kultur. Das Repertoire beinhaltet unter anderem „Mir lebn ejbig“, das Lejb Rosenthal 1943 im Wilnaer Ghetto schrieb, „Ale Brider“, oder „Dona Dona“. Ende 2015 entstand Avanims erstes Album mit dem Titel „Steine der Erinnerung“. Ein empfehlenswertes Album, das durch seine unaufdringlichen Arrangements sowie durch die lebendige Interpretation den Liedern Authentizität und Wärme verleiht. Das Ensemble besteht aus Daliah Hindler und Karin Waniek (Gesang), Christoph Kögler (Akkordeon, Piano, Gitarre und Gesang) sowie Agnes Riha (Geige) und Alfred Stütz (Kontrabass).
Dankenswerterweise ist es uns gestattet, Ausschnitte der CD des Ensembles für unsere App zu den Straubinger Stolpersteinen zu verwenden.
Das Ensemble Avanim (Daliah Hindler-Gesang, Karin Waniek-Gesang, Christoph Kögler-Akkordeon, Gitarre, Gesang, Agnes Riha-Geige) besteht seit 2009 in unterschiedlicher Besetzung. Es entstand auf Anregung des Vereins „Steine der Erinnerung“ und bietet die musikalische Umrahmung bei dessen regelmäßigen Veranstaltungen.
Das Repertoire besteht aus jiddischen und hebräischen Liedern. Ziel des Ensembles ist es zu einer lebendigen jüdischen Musikkultur in Wien beizutragen. Das erste Album des Ensembles erschien im Herbst 2015 mit Unterstützung der Musiker Alfred Stütz(Kontrabass) und Andreas Lindenbauer(Klarinette).
Das Album „Steine der Erinnerung“ wurde aufgenommen, gemischt und gemastert von Alex Rab im Klanghaus Wien.

Lieder

Auszug: ALE BRIDER
(Text: Morris Winchevsky, Musik: Traditional)

Auszug: OSEH SHALOM
(Gebet – Musik: Traditional

Auszug: BARCHEINU AVINV
(Gebet, Musik: R. Shlomo Carlebach)

MIR LEBN EJBIG
(Text: Lejb Rosenthal, Musik: aus dem Wilnaer Ghetto)

Das Lied ist das Finale der Revue „Mojsche halt sich“, komponiert und uraufgeführt 1943 im Wilnaer Ghetto. Das Ghetto wurde im September des gleichen Jahres zerstört, seine Bewohner und Bewohnerinnen wurden ermordet. Lejb Rosenthal wurde 1916 geboren und 1944 in einem Arbeitslager in Kloga/Estland erschossen.

Text:
Wir leben ewig
Es brennt eine Welt
Wir leben ewig
Ohne einen Groschen Geld
Allen Feinden zum Trotz
Die uns anschwärzen
Wir leben ewig
Wir sind da
Wir leben ewig in jeder Stunde
Wir wollen leben
Und erleben
Und schlechte Zeiten überleben
Wir leben ewig
Wir sind da

 

Anmerkung:

Nicht alle Straubinger Stolpersteine sind Teil des interaktiven Rundgangs. Dieser greift das Gedenken an die ermordeten Jüdinnen und Juden in Straubing auf. Zwei weitere Stolpersteine befinden sich in der Äußeren Passauer Straße, vor der Einrichtung der Barmherzigen Brüder. In der ehemaligen Pflegeanstalt wurden weit über 300 Menschen im Zuge der NS-Euthanasie ermordet.
Diese beiden Ereignisse sollen bewusst nicht miteinander vermengt werden. Aus diesem Grund widmen sich die Straubing Partnerschaften für Demokratie der NS-Euthanasie mit einem eigenen Projekt: „T4-Keine Ahnung?“, das in Kooperation mit den Barmherzigen Brüdern, der FOS/BOS u.a. seit 2019 umgesetzt wird.

 

Infos zur App:

Die App zu den Straubinger Stolpersteinen wurde im Auftrag der Straubinger Partnerschaften für Demokratie erstellt.
Die Nutzung der App‘ ist kostenlos. Sie basiert auf der Anwendung ‚Actionbound‘. Der interaktive Kurs wurde insbesondere auch für den schulischen Bereich konzipiert und eignet sich ab der 5. Jahrgangsstufe. Die Dauer des Rundgangs, bei dem es auch Fragen zu beantworten gilt, beträgt ca. 45 Minuten. Das Angebot stützt sich auf die Inhalte der Broschüre „Sie waren unsere Nachbarn“. (Texte und Biografien: Dr. Dorit-Maria Krenn • Projektleitung und Gestaltung: Christiane Heppler – Kultur und Bildung)

 

 

Begleitende Medien

Bilder

Im Kontext zu den Straubinger Stolpersteinen zeigt die Trainerin und Sketch Noterin Lisa Teresa Gut ihre Grafiken.

Das slideshow-Fenster mit Grafiken der Trainerin und Sketch Noterin Lisa Teresa Gut anzeigen ...

 

Videos

Erfahren Sie mehr über die Menschen, denen diese Steine des Erinnerns gewidmet sind.
Halten Sie inne. Stolpern Sie gedanklich.
Nutzen Sie die neue App.

Das Video-Fenster 'Erfahren Sie mehr über die Menschen, denen diese Steine des Erinnerns gewidmet sind. Halten Sie inne. Stolpern Sie gedanklich.' anzeigen ...

 

Audio

– Sie hören 4 Stücke aus dem Album „Steine der Erinnerung“ des Ensemble Avanim (Wien).
– Begriffserklärungen :: Studentinnen und Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst / Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik – Stuttgart

Das Audio-Fenster „Steine der Erinnerung“ des Ensemble Avanim (Wien) anzeigen ...
Das Audio-Fenster „Begriffe begreifen“ - Studentinnen und Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst / Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik sprechen ...

 

Downloads

– Kurzanleitung zur App-Nutzung
– Begriffserklärungen
– Zwei Broschüren zu den Stolpersteinen, zur Synagoge und jüdischem Leben in Straubing

 

Links

Externer Link :: Weitergehende Informationen zu Stolpersteinen finden Sie beim Verein „Steine der Erinnerung“ mit Sitz in Wien …

 

 

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