In Kooperation mit der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung thematisieren wir einen verantwortungsvollen Umgang in der Auseinandersetzung mit Medien.

Politische Bildungsarbeit und Inklusion – verantwortungsvoller Umgang in der Auseinandersetzung mit Medien

Das Projekt „Zeitung in die Schule / Schule in die Zeitung“ (ZIS) der Mediengruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung.

 

Vier Wochen kostenlos die Heimatzeitung im Unterricht lesen und sie als wertvolle Informationsquelle kennenlernen – ein Angebot der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/ Landshuter Zeitung.

Angefangen haben wir mit dem Thema „Den Aufbau der Zeitung verstehen“. So merkten die Jugendlichen: Zeitunglesen ist gar nicht so schwer, wie es anfangs aussieht. Sie erkannten, dass der Haufen Blätter doch einer bestimmten Ordnung folgt: Es gibt die vier Bücher Politik, Wirtschaft, Lokales und Sport, an die die Seiten der übrigen Ressorts wie Kultur, aber auch Extraseiten wie die Kinder-Nachrichten oder Wissenswertes angegliedert werden. Auch die Texte haben unterschiedliche Formen: Es gibt Artikel, die den Leser nur informieren sollen wie die Meldung, der Bericht oder der Hintergrund. Dann gibt es Reportagen, die dem Leser das Gefühl vermitteln sollen, an Ereignissen und Geschehen ganz nah dran zu sein. Zudem lernten die Jugendlichen, wie wichtig Kommentare sind, in denen, der Journalist seine Meinung zu Themen äußern.

Wir haben oft diskutiert, dass Zeitung lesen mehr ist, als nur lesen. Es bedeutet, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen, sich Themen kritisch zu widmen und anhand des Tagesgeschehens unter neuen Blickwinkeln zu lernen. Die Beschäftigung mit dem Medium Tageszeitung sollte außerdem die Lesekompetenz der Jugendlichen fördern. In diesen vier Wochen haben wir jeden Tag wenigstens einen Zeitungsartikel laut vorgelesen und das Erfreuliche dabei war, dass immer mehr Jugendliche sich zum Vorlesen gemeldet haben.

Die Jugendlichen entdeckten den spezifischen Wert ihrer lokalen/regionalen Tageszeitung: vertrauenswürdige Informationen, Geschichten aus der Nachbarschaft und Ressorts, die eine Orientierung im Informationsdschungel geben. Und sie erfuhren, wie diese für sie persönlich von Nutzen sind.
Nach kurzer Zeit, haben viele Jugendlichen, das Zeitunglesen mit ihrer Lieblingsseite angefangen. Bei den Jungs war das Sportteil, Manche Mädchen waren sofort von der Kinderseite und freitags von der „Freistunde“ begeistert.
Die Jugendlichen haben nicht nur ihr Allgemeinwissen und Lesekompetenz erweitert. Im Laufe des Projekts wurden unsere Jugendlichen zu Experten in bestimmten Themen, setzten sich mit Zeitungsinhalten auseinander und lernten, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Durch das Projekt versuchten wir die Jugendlichen für den selbstbestimmten, verantwortungsvollen Umgang mit verschieden Medienangeboten stark zu machen.

In der letzten Projektwoche besuchten wir die Druckerei vom Straubinger Tagblatt. Da bekamen wir viele Informationen sowohl zur Geschichte der Zeitung als auch zu der täglichen „Produktion“ der Zeitung. Diese Besichtigung hat die Jugendlichen sehr begeistert. Noch Tage danach erzählten sie davon.

Am letzten Tag (Freitag, 21.02.20) des Projekts haben wir uns mit Hilfe der Zeitung mit dem Thema „Rechtsextremer Terror – Anschlag in Hanau“ auseinandergesetzt. Uns standen dazu mehrere Zeitungsartikel zur Verfügung – auf den Hauptseiten, der Kinderseite und in der „Freistunde“, was sehr hilfreich war, um so ein schwieriges Thema mit den Jugendlichen zu bearbeiten.

Iwona Roszkowski

 

 

Begleitende Medien

Bilder

Einige begleitende Impressionen zu unserem Themenschwerpunkt „Zeitung in die Schule / Schule in die Zeitung“ (ZIS) …

Impressionen zu unserem Themenschwerpunkt „Zeitung in die Schule / Schule in die Zeitung“ (ZIS) anzeigen ...