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„Ein kleines Virus fordert uns heraus: Kann eine Demokratie mit rechtsstaatlichen Mitteln den Folgen dieser Pandemie erfolgreich begegnen?“ Wir meinen Ja!

Demokratie und Rechtsstaat bewahren!

„Wir sind Straubing“ initiiert einen Aufruf gegen Corona-Spaziergänge – Jeder kann sich anschließen

AUFRUF

Ein kleines Virus fordert uns heraus: Kann eine Demokratie mit rechtsstaatlichen Mitteln den Folgen dieser Pandemie erfolgreich begegnen? Wir meinen Ja!

Selbst wenn man eine ‚epidemische Lage von nationaler Tragweite‘ nicht anerkennt, kann man in unserem Land seine andersdenkende Meinung frei äußern. Selbst wenn man den Wissenschaftlern nicht folgen will, die mit weit überwiegender Mehrheit eine Impfung zum Schutz der Bevölkerung empfehlen, kann man das in unserer Demokratie in Frage stellen.

Die Grenze der individuellen Freiheit ist jedoch erreicht, sobald andere Menschen beeinträchtigt oder gar gefährdet werden. Und diese Grenze wird in einer Demokratie von der Gemeinschaft durch Mehrheit festgelegt. Und das ist gut so.
Dafür stehen wir.

Wenn nun auch in Straubing – wieder einmal – Menschen demonstrieren, dass sie anderer Meinung sind, wird das in einer Demokratie toleriert. Es muss aber nicht akzeptiert werden, wenn Menschen dies ohne Einhaltung demokratischer Regeln tun: keine Anmeldung einer Kundgebung oder Versammlung, keine Einhaltung der Maskenpflicht oder Abstandsregeln, anonyme Aufrufe im Internet und anderes mehr. Und wir akzeptieren nicht, wenn dabei – wie am vergangenen Montag geschehen – ein Davidstern mit der Aufschrift ‚ungeimpft ‘ sichtbar getragen wird. Wir stehen auf für den Schutz aller Mitbürgerinnen und Mitbürger und in Straubing besonders für die mit jüdischem Bekenntnis, die unter solcher Verharmlosung der Verbrechen in der Hitlerdiktatur leiden.

Grotesk, zynisch, menschenverachtend, ja infam empfinden wir, wenn für die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse Vergleiche mit der autokratisch-kommunistischen Staatsform der DDR, verfolgten und ermordeten Menschen der NS-Diktatur, der Widerstandsbewegung im Dritten Reich oder Hitlers Ermächtigungsgesetz von 1933 gezogen werden. Über Messengerdienste werden völlig ungehemmt antisemitische, rassistische, neonazistische, verschwörungsideologische und pseudowissenschaftliche Inhalte verbreitet, die sich bei Kundgebungen in Worten und Symbolik wiederfinden lassen.

Wir rufen alle demokratisch gesinnten Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, sich öffentlich diesem Aufruf anzuschließen und mit ihrem Namen dafür einzustehen, dass in unserem Land weiterhin Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bewahrt bleiben. Wir wollen damit zeigen, dass dies auch in Straubing die große Mehrheit der Menschen will.

Wenn Sie sich dem Aufruf anschließen wollen, schreiben Sie bitte mit Ihrem Vor- und Nachnamen sowie Wohnort (nicht Adresse!) an:

kontakt@wir-sind-straubing.de

 

In einem vorläufigem Auszug die Liste der Erstunterzeichner/Mitunterzeichner:

Nail Demir, Ausländer- und Migrationsbeirat – Karl Dengler, Fraktionsvorsitzender ödp/pu – Peter Euler, SPD-Fraktionsvorsitzender – Johannes Falke, Sprecher „Wir sind bunt“ – Holger Frischhut, CSU-Fraktionsvorsitzender – Erich Gruber, Gemeinschaft Bildender Künstler – Sarah Hausladen und Thomas Langhoff, Freiwilligenzentrum – Dr. Adolf Herpich, Fraktionsvorsitzender Freie Wähler – Christoph Kämpf – Heribert Ketterl, Schulamtsdirektor – Feride Niedermeier, Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen – Markus Pannermayr, Oberbürgermeister – Johannes Plank, Dekan – Werner Schäfer, Bürgermeister – Angelika Schebelle, Caritas Kreisverband Straubing – Christoph Scheu, Geschäftsführer Klinikum Straubing – Ingrid Senft, Geschäftsführerin Nawaro Straubing – Gaby Sennebogen, Geschäftsführerin Straubing Tigers – Dr. Albert Solleder, Bürgermeister – Johannes Stegemann, BLSV-Kreisvorsitzender – Teber Abdullah, Vorstand Türkisch-islamische Gemeinde – Bernhard Widmann, Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) – Elke v. Winning, stv. Dekanin – Hasso v. Winning, Sprecher „Wir sind bunt“ – Anna Zisler, Israelitische Kultusgemeinde – Karl-Heinz Zobundija, Vizepräsident Straubing Spiders – Uli Schrettenbrunner, Loitzendorf, Geschäftsführerin Protek e.V. – Peter Schrettenbrunner, Loitzendorf, Ois g’macht in Bayern – Klaus-Dieter Neumann, Viechtach, Polizeibeamter i.R. und Fotograf – Helmut Hoehn, Regensburg, Schriftsteller und Illustrator – Ferry Baierl, Furth im Wald – Klaus Schrettenbrunner, Loitzendorf – Dr. med. Irmela Schrettenbrunner, Loitzendorf – Prof. Dr. Carl Christian Beckmann, Straubing – Karin Mittermeier-Ruppert, Straubing, Stadträtin – Ulli Scharrer, Straubing – Christine Rießbeck, Straubing, Pfarrerin i.d. Christuskirche – Herbert Lohmeyer, Tiefenbach – Klaus Hoffmann, Rattenberg, AWO Geschäftsführer – Ecco Meineke, München, Künstler – Andreas Molz, Straubing, BN Straubing – Dr. Gabriele Schweiger, Straubing – …
…und viele weitere Menschen.

 

Aktuelles

In den vergangenen Tagen haben uns hunderte Mails von Personen erreicht, die den Aufruf „Demokratie und Rechtsstaat bewahren“ namentlich unterstützen. Manche Einsendungen enthielten ergänzend persönliche Statements.

Es gab ab und an auch Kritik von Menschen, die den Aufruf nicht befürworten. Bis auf eine Ausnahme, wenig konstruktiv aber dafür umso ausführlicher. Bedauerlicherweise finden sich in den Ausführungen immer wieder die selben Erzählungen von Genozid, Geschichtsrevisionismus, Antisemitismus usw.
Auch wenn manche noch so vehement auf ihre Meinung pochen, handelt es sich deshalb noch lange nicht um faktenbasierte Tatsachen.

„Galionsfiguren“ der Querdenker-Bewegung zu zitieren, die dutzendfach widerlegt wurden, macht es nicht besser.

 

OLD SHOOL & HANDARBEIT

Wir sammeln weiter Unterschriften zum Aufruf „Demokratie und Rechtsstaat bewahren!“. Inzwischen gibt es ähnliche Aktionen in diversen Städten. Es kam die Frage auf, warum nicht auch wir den Aufruf z.B. über eine „Change:org-Petition“ verbreiten? Die damit erzielte Reichweite sowie die Zahl der Unterzeichner*innen könnten dadurch gesteigert werden.

Wir möchten das derzeitige Vorgehen beibehalten. Die Aktion soll vorrangig lokal/regional bleiben. Die Menschen identifizieren mit ihrer unmittelbaren Umgebung und sind mit ihr emotional verbunden. Das verleiht der Unterschriftenliste im Vergleich zu „Online-Aktivismus“ Authentizität, stellt Verbindlichkeit her und tritt damit aus der Anonymität der virtuellen Welt.

1150 Unterzeichner*innen sind schon ganz ordentlich. Soll nicht heißen, dass es nicht noch mehr werden sollen!
Daher unsere Bitte:
Weitersagen, teilen, ggf. in persönlichen Gesprächen für die Aktion werben.
Vielen Dank.

 

Ein wunderbares Update

Mit Stand 06.01.2022 umfasst die Liste der Unterzeichner*innen jetzt über 1150 Personen!
Beachten Sie bitte den oben gezeigten „Ticker“.

Für Ihre großartige Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich!

Die Aktion wird auch in den nächsten Wochen fortgesetzt. Zuschriften können weiterhin erfolgen.

Das Straubinger Tagblatt berichtete in der Ausgabe vom 29.12.2021 ausführlich zur aktuellen Situation. Bitte beachten Sie die folgenden Downloads.
Unser besonderer Dank geht an die Redaktion des Straubinger Tagblatts.

Um fortlaufend über Aktivitäten von WIR SIND STRAUBING und WIR SIND BUNT informiert zu bleiben melden Sie sich bitte an unserem Newsletter an. Sie finden den entsprechenden Link am unteren Ende der Seite.
Herzlichen Dank!

Ein gutes neues Jahr 2022!

 

 

Begleitende Medien

Bilder

– Sehen Sie hier Impressionen von unserer Info-Veranstaltung am Montag, den 20.12.2021 auf dem Steiner-Thor-Platz. Bilder: Peter Schrettenbrunner
– PRO & KONTRA :: Rückmeldungen zu unserem Aufruf „Demokratie und Rechtsstaat bewahren!“ +++ update +++

Sehen Sie hier Impressionen von unserer Info-Veranstaltung am Montag, den 20.12.2021 auf dem Steiner-Thor-Platz. :: Kamera: Peter Schrettenbrunner
PRO & KONTRA :: Rückmeldungen zu unserem Aufruf „Demokratie und Rechtsstaat bewahren!“

 

Downloads

Pressemeldungen


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