Stadt Straubing

Integration / federführendes Amt PfD

 

Roman Schaffner

Postfach 0352

94303 Straubing

 

Tel: 09421 – 944-70130

 e-mail: roman.schaffner@straubing.de

 

 

DEB 

Deutsches Erwachsenen-

Bildungswerk

gemeinnützige GmbH

Koordinierungs- und Fachstelle PfD


Zvonimir Pervan

Am Platzl 13a

94315 Straubing

 

Tel.: 09421 - 18985-10

Fax: 09421 - 18985-50

e-mail: z.pervan@deb-gruppe.org

 

 

DEB

Deutsches Erwachsenen-

Bildungswerk

gemeinnützige GmbH

Koordinierungs- und Fachstelle PfD


Dr. Ferdinand Stoll

Am Platzl 13a

94315 Straubing

 

Tel.: 09421 - 18985-11

Fax: 09421 - 18985-50

e-mail: f.stoll@deb-gruppe.org

Wir sind Straubing

Inklusionsprojekt - Sinnesgarten

Mädchenrealschule der Ursulinen / Papst Benedikt Schule

 

Teilnehmer MRU: 16 Mädchen der 5. bis 10. Jahrgangsstufe 14-tägig am Nachmittag

Teilnehmer PBS: 8-10 Mädchen und Jungen verschiedenster Klassen wöchentlich am Nachmittag

 

Leitung: Maria Engl, Sigrid Bucher  (MRU) / Annette Bäumel, Dagmar Singer-Albers (PBS)

 

Projektbeschreibung:

Im Rahmen einer freiwilligen Wahlfachgruppe soll im Laufe des Schuljahres 2013/2014 im nördlich der PBS gelegenen Streuobstgarten ein Sinnesgarten entstehen, der sowohl nicht behinderten als auch beeinträchtigen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren und zu begreifen. Ziel ist es, das die Teilnehmer beider Schulen so viele Teilbereiche wie möglich eigenhändig gestalten und mit Pflanzen und selbst gefertigten Anschauungsobjekten ausstatten. Auch Rollstuhlfahrern soll der Zugang durch entsprechend angelegte Wege und Hochbeete möglich sein. Nach der Fertigstellung besteht für Schüler/-innen beider Einrichtungen die Möglichkeit, sich im Sinnesgarten aufzuhalten, zu ernten oder die Umwelt bzw. Natur zu beobachten und zu bestaunen.

Für schwierige Planungs- bzw. Erdarbeiten wird ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb hinzugezogen werden müssen, damit gewährleistet ist, dass alle Einzelprojekte, die in Planung sind, auch tatsächlich fachgerecht durchgeführt werden können.

 

Folgende Teilbereiche sind in Planung:

 

Schmecken:

Dieses Einzelprojekt umfasst einen Naschgarten mit verschiedenen Beerensträuchern wie Johannis-, Stachel-, Himbeeren,  Brombeeren und Heidelbeeren. Die Pflanzung erfolgt so, dass auch Rollstuhlfahrer barrierefrei an die Früchte gelangen können.

 

Riechen:

Hier sollen verschiedene mehrjährige Duftpflanzen in einer Kräuterschnecke angebaut werden, die von den Kindern mit den Händen angefasst oder zerrieben werden können. Ergänzt wird das Ganze durch eine Umrahmung durch Duftrosen und Lavendel.

 

Hören:

In den bestehenden Obstbaumbestand werden selbstgebaute Nistkästen gehängt, um verschiedene Singvögel anzulocken. Ebenso sollen Klangspiele aus Naturmaterialien gebastelt werden, deren feine Klänge beim Durchwandern des Sinnesgartens leise zu vernehmen sind.

Sehen: Entlang der Wege sind Beete mit wechselnden Pflanzungen von Blumen und blühenden Sträuchern geplant, die z.B. einen Farbverlauf von Hell zu Dunkel oder sehr gegensätzliche Farben zeigen. Dabei können auch saisonale Bepflanzungen mit Zwiebelblumen zum Einsatz kommen, damit die Gestaltung den SchülerInnen selbst überlassen bleibt.

 

Fühlen:           

Angedacht sind Wege mit unterschiedlichsten Bodenbelägen, die einerseits sogar barfuß zu begehen sein sollten. Andererseits werden die Materialien für die Rollstuhlfahrer zugleich in greifbarer Höhe eingebaut werden, um auch ihnen das Ertasten zu ermöglichen.

Ergänzungen:  Zentral und für alle gut zu erreichen könnte eine kleine Laube mit Brunnen oder  Regenauffangtonnen einen Treffpunkt für unsere Gruppe bieten, um die Pause dort zu verbringen oder sich zu besprechen.

 

 

Ein Garten für die Sinne

Ein Garten für alle Sinne

Kooperationsprojekt von Papst-Benedikt-Schule und Ursulinen-Realschule

 

Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, an dem alle Sinne so sehr angesprochen werden wie in einem eingewachsenen Garten. Aber außer Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören oder Sehen ist ein Garten auch ein hervorragender Platz, anderen oder auch mal sich selbst zu begegnen. Genau so eine Begegnungsstätte entsteht gerade auf der Streuobstwiese im Garten der Papst-Benedikt-Schule. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen beteiligen. Schülerinnen der Ursulinen-Realschule und Schüler der Papst-Benedikt-Schule treffen sich dazu seit Beginn des Schuljahres regelmäßig in einer Arbeitsgruppe – freiwillig und ohne Leistungsdruck.

 

„Der Garten soll sowohl nicht behinderten als auch beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren und zu begreifen“, erläutert Annette Bäumel, stellvertretende Schulleiterin der Papst-Benedikt-Schule. Zusammen mit ihrer Kollegin Dagmar Singer-Albers und den Lehrerinnen der Ursulinen-Realschule Maria Engl und Sigrid Buchner betreut sie das Projekt, das im Rahmen des lokalen Aktionsplans „Wir sind Straubing“ mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ gefördert wird.

 

Ziel sei, dass die Teilnehmer beider Schulen so viele Bereiche wie möglich eigenhändig gestalten. Auch Rollstuhlfahrern soll der Zugang durch entsprechend angelegte Wege und Hochbeete möglich sein. Wenn der Sinnesgarten fertig ist, besteht für die Schüler beider Einrichtungen die Möglichkeit, sich dort aufzuhalten, zu ernten oder die Natur zu beobachten und zu bestaunen. Damit das Projekt fachgerecht durchgeführt werden kann, wird mit einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb bei schwierigeren Planungs- bzw. Erdarbeiten zusammengearbeitet.

 

 

„Tolles Miteinander“

Der Erlebnisgarten umfasst verschiedene Bereiche, die eben alle Sinne ansprechen sollen, zum Beispiel einen Naschgarten („Schmecken“), eine Kräuterschnecke („Riechen“), Klangspiele aus Naturmaterialien („Hören“), Beete mit wechselnd blühenden Blumen und Sträuchern („Sehen“) und einen Weg mit verschiedenen Bodenbelägen, der auch barfuß begehbar sein soll („Fühlen“).

 

Die Schüler sind mittlerweile ein eingeschworenes Team und arbeiten in festen Kleingruppen zusammen. „Es macht großen Spaß zu sehen, welch tolles Miteinander im Laufe des Jahres entstanden ist“, beschreibt Annette Bäumel. Zwar habe das Team auch die eine oder andere Krise durchlebt, aber trotzdem hätten sie immer weitergemacht und an ihrem Ziel festgehalten. Anfangs habe das Kennenlernen – und auch das Abbauen von Berührungsängsten – im Mittelpunkt gestanden. „Wir haben miteinander 300 Blumenzwiebel im Gelände gepflanzt“, erinnert sich Annette Bäumel an die erste größere Aktion. Außerdem haben die Schüler gemeinsam Nistkästen gebaut – am Ende durfte sogar jeder einen mit nach Hause nehmen. Ein weiterer Höhepunkt war der Workshop mit dem Künstler Herman Reichold. Er hat zusammen mit den Schülern Ideen zur Gestaltung eines Eingangsschildes für den Sinnesgarten umgesetzt. „Es sind beeindruckende Entwürfe herausgekommen“, beschreibt Annette Bäumel.

 

Nach den Vorbereitungen wird es nun Mitte Juli ernst: Dann beginnen die Erdarbeiten und damit die konkrete Umsetzung des Sinnesgartens. Die Schüler und ihre Lehrer freuen sich schon sehr darauf, aber sie wissen auch: „In einem Garten geht die Arbeit nie aus.“ Deshalb ist geplant, die Arbeitsgruppe auch im neuen Schuljahr weiterzuführen und den Garten Stück für Stück zu erweitern.

 

Der Sinnesgarten wird eröffnet

Sinnesgarten als Begegnungsstätte

Barfußpfad eröffnet – Projekt von Ursulinen-Realschule und Papst-Benedikt-Schule

Vögel zwitschern, der Wind weht durch die Klangspiele und zwischendurch immer wieder Kinderlachen: Eine ganz besondere Atmosphäre empfängt den Besucher des Erlebnisgartens, der an der Papst-Benedikt-Schule entstanden ist. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der benachbarten Ursulinen-Realschule haben Schüler und Lehrer das ganze Schuljahr über Klangspiele gebastelt, Spinnennetze gestaltet, Blumenzwiebeln gepflanzt und Nistkästen gebaut. Der vorläufige Höhepunkt: Am Montag wurde im Beisein von allen Beteiligten und mit viel schöner Musik ein Barfußpfad offiziell eröffnet.

 

Der Erlebnisgarten soll als Begegnungsstätte für Schüler und Lehrer der beiden Einrichtungen dienen.  Ob mit oder ohne Beeinträchtigungen sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam die Möglichkeit haben, die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Betreut wurde das Projekt von Annette Bäumel, der stellvertretenden Schulleiterin der Papst-Benedikt-Schule, ihrer Kollegin Dagmar Singer-Albers und den Lehrerinnen der Ursulinen-Realschule Maria Engl und Sigrid Buchner.

Der Erlebnisgarten umfasst verschiedene Bereiche, die eben alle Sinne ansprechen, zum Beispiel einen Naschgarten („Schmecken“), eine Kräuterschnecke („Riechen“), Klangspiele aus Naturmaterialien („Hören“), Beete mit wechselnd blühenden Blumen und Sträuchern („Sehen“) und eben den Weg mit verschiedenen Bodenbelägen, der auch barfuß begehbar ist („Fühlen“).

 

Die beiden Schulleiter Klaus Welsch (Papst-Benedikt-Schule) und Johannes Dieckmann (Ursulinen-Realschule) freuten sich in ihren Grußworten über die „wertvolle Zusammenarbeit“ und waren sich einig, dass das Projekt eine nachhaltige Wirkung haben werde. Dieckmann äußerte die Idee, dass vielleicht künftig im Sinnesgarten gemeinsame Pausen stattfinden könnten.

Diese Nachhaltigkeit hat auch die Verantwortlichen des Lokalen Aktionsplans „Wir sind Straubing“ überzeugt, wie Dr. Ferdinand Stoll von der externen Koordinierungsstelle DEB betonte. Deshalb habe man im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken – gerne 2500 Euro aus dem Aktionsfonds Jugend bereitgestellt. Roman Schaffner von der städtischen  Koordinierungsstelle bedankte sich in dem Zusammenhang auch bei Juliane Eigner, der Vorsitzenden des Behindertenbeirates, die sich für eine Unterstützung des Kooperationsprojektes eingesetzt  und den Kontakt zu den Verantwortlichen von „Wir sind Straubing“ hergestellt hatte. Wolfgang Ernst von der Ursulinen-Schulstiftung übergab zudem einen Scheck in Höhe von 250 Euro an Schulleiter Klaus Welsch zur weiteren Unterstützung des Projekts.

 

Die Schüler der beiden Einrichtungen stellten die verschiedenen Projektbausteine vor und konnten es dann kaum mehr erwarten, den neuen Erlebnispfad gleich auszuprobieren – barfuß natürlich. Weil in einem Garten die Arbeit nie ausgeht, soll die Kooperation im nächsten Schuljahr weitergeführt werden.