Stadt Straubing

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Deutsches Erwachsenen-

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Kultur Zug Ukraine-Russland / Poetry Sound & Vision 3

Poetry Sound & Vision III

Der Kultur-Zug Ukraine & Russland macht Halt in Straubing und begeistert ein randvoll gefülltes AnStatt Theater.

 

Zum dritten Mal fand im Rahmen des Lokalen Aktionsplans „Wir sind Straubing“  ein Abend unter dem Motto „Poetry Sound & Vision“ statt. Die eigene Kultur ist Teil der Identität eines jeden Menschen. Man kann sie nicht einfach ablegen. Die Veranstaltungsreihe möchte dazu anregen, sich mit den vielfältigen Kulturen, die es in unserer Gesellschaft gibt, auseinander zu setzen und so die Akzeptanz der Menschen untereinander zu fördern. „Musik, Tanz, bildende Kunst oder Literatur bilden letztendlich die Brücke zwischen den Kulturen“, so Elena Fofanova 1. Vorsitzende des Kulturvereins Raduga, der als Projektträger für diese Veranstaltung fungierte.

 

 

Erstklassige Künstler zu Gast

Im Jahr 2012 konnte man u.a. den polnischen Literaten Aleksander Nawrocki nach Straubing holen. Nawrocki ist einer der Hauptprotagonisten des UNESCO Welttags der Poesie und Verleger des Literaturnobelpreisträgers Tomas Transtömers. Das darauffolgende Jahr war dem Kosovo und Albanien gewidmet. Mir Shaquir Cervadiku hatte man einen Superstar aus der albanischen Musikszene engagiert, der das Publikum, in einem aus allen Nähten platzenden AnStatt Theater mehr als Stunden begeisterte. Dieses Jahr waren mit Olga Caspruk (Gesang & Bandura), Natascha Böttcher (Akkordeon) und Alexander Paperny (Balalaika) drei virtuose Musiker von Weltklasseformat zu Gast.

 

Die Politik eines Besseren belehrt

Schon weit vor der offiziellen Eröffnung des Abends strömten die Gäste in das AnStatt Theater. Dieser Umstand wurde von den Veranstaltern des Abends schon mal als positives Zeichen gewertet, und Erleichterung auf den Gesichtern der vielen ehrenamtlichen Helfern machte sich breit. Man war sich bis zum Schluss nicht sicher, wie dieser Abend im Schatten des schwelenden Konflikts in der Ukraine ankommen würde. Die Planungen für den Kultur-Zug Ukraine & Russland begannen schon vor mehr als einem Jahr. Angesichts der aktuellen Situation wuchs jedoch die Überzeugung, dass es umso wichtiger sei, ein Zeichen der Freundschaft zu setzen. Das begeisterte Publikum, die unermüdlichen Helfer und die Akteure haben die Politik eines Besseren belehrt. Von Animositäten innerhalb der multinationalen Gesellschaft am Samstagabend war nichts zu spüren.

 

Vielfalt und Virtuosität auf der Bühne

Nach einer kurzen Begrüßung durch Elena Fofanova führte Vasilij Kuz charmant durch den Abend. Die Tanzgruppe Mosaik eröffnete den bunten Reigen mit beeindruckenden Choreographien ukrainischer und russischer Tänze unter der Leitung von Svetlana Gelfor. Es folgte mit „Eugen Onegin“ von Alexander Puschkin ein russisches Gedicht, das von Rita Bouckharova vorgetragen wurde. Velina Kopetska erwiderte in Ukrainisch mit der „Abendsonne“ von Lina Kostenko. Beide Gedichte wurden von Vasilij Kuts auch in deutscher Sprache vorgetragen. Ein gemischter Chor, unter der Leitung von Marina Kopetska bildete den Schlusspunkt des ersten Veranstaltungsteils. In der Pause konnten sich die Gäste am liebevoll zubereiteten Buffet bedienen. Neben Salaten, Venigret, Pirogi, Wareniki oder Blini, gab es auch köstliche Kuchen und Süßspeisen, die höchstes Lob von deren Genießern ernteten. Die Tatsache, dass nichts übrig blieb, spricht für die Kochkünste von Irina Dillmann, Irina Tegunova, Velina Kopetska und allen anderen Beteiligten.

 

Nach der Pause gehörte die Bühne dann Olga Caspruk, Natascha Böttcher und Alexander Paperny. Virtuos und kurzweilig bot man eine Mischung aus Volksliedern, Klassik und Evergreens. Amüsant und informativ waren jeweils die Einführungen und kurzen Inhaltsangaben zu den Musikstücken, genauso wie die Erläuterungen zur 62-saitigen Bandura und der dreisaitigen Balalaika. Schon nach den ersten Takten war jedem im Saal klar, dass man hier drei absolute Ausnahmemusiker vor sich hatte. Lapidar erzählte Alexander Paperny, dass man in dieser Dreierbesetzung das erste Mal zusammenspiele, was in Anbetracht der kompakten Arrangements, des perfekten Timings sowie der exzellenten Dynamik nahezu unfassbar scheint. Auch das Gefühl, das man in die Interpretationen legte war sehr anrührend. Es bedurfte einiger Zugaben, bevor das Publikum den Damen und Herren Musikern gestattete, die Bühne zu verlassen.

 

Integrationsarbeit ist auch Kulturarbeit

Sichtlich zufrieden äußerten sich die Organisatoren des Abends über den Verlauf und den enormen Anklang, das „Poetry Sound & Vision“ mittlerweile findet. „Die Veranstaltung gehört mittlerweile zum Straubinger Herbst“, wie es Iwona Roszkowski, die „Erfinderin“ dieser Reihe ausdrückt. Nicht zuletzt, die nuancierte Akzentsetzung der Programminhalte begründet den Erfolg und mache das Publikum neugierig auf das nächste Mal, betont sie weiter.

„Derartige Projekte fördern die Motivation der Menschen ungemein und sind zugleich eine Ideenwerkstatt für das gegenseitige kulturelle Interesse. Ein elementarer Baustein in der Integrationsarbeit ist eben auch die Kulturarbeit“, ergänzt Roman Schaffner von der lokalen Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans.

Man darf gespannt sein, wie es mit „Poetry Sound & Vision“ nach dem Ende des Aktionsplans und den damit verbundenen Fördermitteln weitergeht. Hierzu kann derzeit noch keine dezidierte Aussage getroffen werden. Man sei jedoch fest entschlossen, Wege zu finden, um eine Fortsetzung zu ermöglichen.

Poetry Sound & Vision