Stadt Straubing

Integration / federführendes Amt PfD

 

Roman Schaffner

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94303 Straubing

 

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DEB 

Deutsches Erwachsenen-

Bildungswerk

gemeinnützige GmbH

Koordinierungs- und Fachstelle PfD


Zvonimir Pervan

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94315 Straubing

 

Tel.: 09421 - 18985-10

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e-mail: z.pervan@deb-gruppe.org

 

 

DEB

Deutsches Erwachsenen-

Bildungswerk

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Koordinierungs- und Fachstelle PfD


Dr. Ferdinand Stoll

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Verfemte Kunst

Wir sind Straubing
Verfolgt, verbrannt, verjagt Verfemte Kunst in Straubing AKTIONSTAG Künstler und Kulturschaffende beschäftigen sich am 16. April mit den Auswüchsen der NS-Zeit. Sie wollen Schulen einbinden. Heute stehen wir staunend vor seinen Triptychen. Max Beckmann zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Doch das war nicht immer so. Während der NS-Zeit wurde er verfolgt, seine Werke verbrannt, er schließlich floh aus Nazi-Deutschland. Im April 1933 wurde Beckmann fristlos aus seiner Professur an der Frankfurter Städelschule entlassen. Max Beckmann war für die Nazis einer der meistgehassten Künstler. Er war in den Ausstellungen zur entarteten Kunst, die durch ganz Deutschland tourten, prominent vertreten. Warum das so war, das wird Erich Gruber, Vorsitzender der Gemeinschaft Bildender Künstler, bei der Veranstaltung „Verfemte Kunst“ am Dienstag, 16. April, um 20 Uhr im Historischen Rathaussaal den Interessierten näher bringen. Die Veranstaltung beschäftigt sich, unter der Trägerschaft des Lokalen Aktionsplans „Wir sind Straubing“, mit verfolgten Literaten, Musikern und Künstlern. Projektträger ist das Zentrum für Arbeit und Kultur (ZAK) unter Federführung von Martina Lipka.    Am 16. April findet bundesweit der Aktionstag „Wir für Demokratie - Tag und Nacht für Toleranz“ statt. Deutschlandweit gibt es über 100 Lokale Aktionspläne - Projekte, die sich mit Toleranz, Vielfalt und Demokratie gegen Rechts auseinander set- zen. Diese sind angehalten, sich an dem Aktionstag zu beteiligen. Auch Straubing macht mit und hat das Motto der verfemten Kunst gewählt. Paul Klee, Max Ernst, Wassili Kandinski, Franz Marc, Käthe Kollwitz - alle bildenden Künstler, die wir heute in den Museen bewundern, wurden damals verfolgt. Ihre Werke wurden verbrannt, als entartet bezeichnet, sie erhielten Malverbot. „Dies trat angesichts vieler noch gravierenderer Schicksale in den Hintergrund. Doch auch so ein Mal- und Schreibverbot war für die Künstler ein hartes Los“, sagt Erich Gruber. 1933 war es, als bei der großen Bücherverbrennung Werke von Erich Kästner und Bert Brecht zerstört wurden. An diese erinnert der Aktionstag „Verfemte Kunst“ am 16. April. „Er gliedert sich in zwei Teile“, erklären Roman Schaffner und Zvonimir Pervan vom Lokalen Aktionsplan „Wir sind Straubing“. Am Vormittag wenden sich die Verantwortlichen an die Straubinger Schulen. Lesepaten werden Werke von Literaten vorlesen, die im Dritten Reich verfolgt wurden. Der 16. April ist dabei nur der Auftakt - die Aktionen an den Schulen soll mehrere Tage, vielleicht sogar Wochen dauern.   Am 16. April abends um 20 Uhr findet dann im Historischen Rathaussaal eine große Veranstaltung zum Thema „Verfemte Kunst“ statt. Diese soll nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. „Es wird ein ganz lebendiger Abend“, verspricht Roman Schaffner. Mit der „New Gipsy Generation“ spielt eine Band aus der Region Sinti-]azz und erinnert daran, dass im Nazi-Deutschland auch die Gruppe der Sinti verfolgt wurde.   Regisseur Andreas Wiedermann setzt sich mit zwei Schauspielern mit der Thematik auseinander, thematisiert zum Beispiel die Rede Hitlers im Haus der Kunst in München. Außerdem gibt es eine Ausstellung im Historischen Rathaussaal über Literaten und bildenden Künstlern, die im Dritten Reich zur verfemten Kunst zählten. Die Infotafeln dieser Ausstellung sollen in Kürze dann auch in der Stadtbibliothek für Schulen ausleihbar sein. (Ibn)

Verfemte Kunst - 16.04.2013 - Historischer Rathaussaal

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