Stadt Straubing

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DEB 

Deutsches Erwachsenen-

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Jüdisches Leben in Straubing

„Toleranz fördern – Kompetenz stärken“

 

Träger:

Israelitische Kultusgemeinde Straubing

Synagoge & jüdisches Leben in Straubing

Synagoge Straubing

Eine Broschüre für die Israelitische Kultusgemeinde

Jüdisches Leben in Straubing - Broschüre

"Endlich haben wir etwas, das wir den Schulkindern in die Hand geben können, wenn sie bei uns eine Führung mitmachen", freute sich Anna Zisler, Geschäftsführerin der Israelitischen Kultusgemeinde, am Montagnachmittag im Rathaus - und meinte damit die neue, farbige Broschüre, die Historiker Guido Scharrer verfasst hat. Die Verantwortlichen stellten sie Oberbürgermeister Markus Pannermayr vor, der voll des Lobes für die Initiative und das Projekt "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" war, das die Kosten für die Broschüre bezuschusst hat. Autor Guido Scharrer beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit rund 40 Jahren mit der Israelitischen Kultusgemeinde und der Synagoge in Straubing. "Ich habe mich bemüht, in der Broschüre neue Aspekte zu bringen, beispielsweise über die Architektur", erklärt er. Sie ist seinen Worten zufolge der Romanik entlehnt und mit vielen freien Formen aus dem 19. Jahrhundert ergänzt worden: "Der Jugendstil dominiert." Der erste Teil des kleinen Büchleins beschäftigt sich mit der Geschichte der Juden vom Mittelalter bis heute. "Der zweite Teil ist für die Menschen gedacht, die jüdische Sehenswürdigkeiten und Denkmäler besuchen wollen", so Scharrer. Und zwei Kapitel widmet der Autor den Themen jüdische Bräuche und Symbole und jüdische Feiertage: "Viele christliche Feiertage haben ihre Wurzeln in den jüdischen Festen. Die Betrachter werden überrascht sein!" Besonderen Wert hat Guido Scharrer, der die Arbeit für die Israelitische Kultusgemeinde ehrenamtlich erledigte, auf die Bebilderung seiner Texte gelegt. Die meisten Fotos stammen von ihm selber: "Wir sind in einem Zeitalter, das von Bildern geprägt ist, daher sind diese besonders wichtig!" Der Oberbürgermeister sowie die Verantwortlichen vom Lokalen Aktionsplan von "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" zeigten sich begeistert über die neue Broschüre und lobten die Initiative der Israelitischen Kultusgemeinde.

 

Auf jüdischen Spuren

Jüdisches Leben in Straubing - Broschüre

Broschüre über Geschichte und Gegenwart der israelitischen Gemeinde

Für ein besseres Miteinander und das Verstehen von Geschichte, Gegenwart und Gemeinsamkeiten mit den Straubingern jüdischen Glaubens hat die Israelitische Gemeinde zusammen mit Historiker Guido Scharrer zum ersten Mal eine umfassende Broschüre herausgegeben und am Montag Oberbürgermeister Markus Pannermayr vorgestellt. Das Heft "Synagoge und jüdisches Leben in Straubing" wird von der Aktion "Wir sind Straubing" gefördert und damit auch vom Bundesministerium für Familien unterstützt. Für Schüler und Interessierte gibt es die neue Broschüre in einer Auflage von 5.000 Stück mit vielen Fotos im Büro der Synagoge an der Wittelsbacherstraße.

Seit über 40 Jahren forscht Guido Scharrer intensiv über die Geschichte der Juden Straubings. Als Experte war er die erste Wahl, um das Thema umfassend "für eine breite Zielgruppe" greifbar zu machen. Der erste Teil widmet sich der Geschichte der Juden in Straubing vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Im zweiten werden die Sehenswürdigkeiten wie Denkmäler oder Spuren jüdischen Lebens in der Stadt beleuchtet. Ein Schwerpunkt liegt hier natürlich auf der Synagoge, der einzig erhaltenen in Niederbayern. "Ein sehr gelungenes Bauwerk. Eine Mischung aus Romanik im byzantinischen Stil mit vielen freien Formen um 1900." Zwei Kapitel am Schluss werden manchen Leser überraschen. Jüdische Bräuche, Feiertage und Symbole werden hier erläutert. Schüler seien immer wieder überrascht, wie viele Gemeinsamkeiten Christen- und Judentum haben, da vieles von später übernommen wurde.

Israel Offman, Vorsitzender der israelitischen Kultusgemeinde und "Straubinger Patriot seit 1945", freut sich ebenfalls über die fundierte Broschüre, die das Miteinander noch weiter festigen soll, weil es immer noch viel Intoleranz gibt.

Oberbürgermeister Markus Pannermayr freute sich über die große Runde bei der Vorstellung der ersten umfassenden Broschüre über die jüdische Gemeinde, "die fest in der Stadt verankert ist" und wünschte sich, dass gemeinsame Aktionen möglichst niederschwellig, also für jedermann geplant werden. "Endlich was zum Herzeigen", erklärte Anna Zisler, Geschäftsführerin der Israelitischen Kultusgemeinde Niederbayern. Viele Schüler hätten bei Besuchen etliche Fragen, die sie auch daheim noch nachlesen wollen. Sie habe auch die Erfahrung gemacht, dass durch die Kinder, Großeltern und Eltern, die zu ihrer Schulzeit wenig Kontakt hatten zum Glauben ihrer Mitmenschen, sich Gedanken machen und neugierig sind auf das jüdische Gotteshaus und die Geschichte und Bräuche ihres Glaubens.

Den "Volltreffer an Information" lobte Roman Schaffner von der lokalen Koordinierungsstelle des Aktionsplans "Wir sind Straubing". Die Broschüre, die auch ausdrücklich vom Bundesministerium gelobt worden sei, sei ideal, um jungen und älteren Leuten "das Thema näherzubringen". (su)

Ziele

Die Führungen haben das Ziel, Besuchern das Judentum näherzubringen und Vorurteile gegenüber Juden abzubauen. Dies wird aufgezeigt anhand der mehr als 100-jährigen Geschichte der Synagoge.

 

In den vergangenen Jahren konnten Synagogenführungen aus finanziellen Gründen nur begrenzt angeboten werden. Durch das Projekt soll das bisher unregelmäßige Angebot ausgebaut werden: Synagogenführungen werden zusätzlich alle drei Wochen am Vormittag für Schulklassen aus Straubing und Umgebung angeboten. Für Erwachsene besteht die Möglichkeit, gegen Voranmeldung in Gruppen am Abend oder am Sonntag an Führungen teilzunehmen.

 

Zudem werden im Zuge des Projekts Informationsmaterialien zur Synagoge und zum Judentum erstellt.

Handlungskonzept

Viele Bürger Straubings wissen oft nur wenig über die jüdische Kultur. Die Synagogenführungen haben das Ziel, über die kulturellen Besonderheiten der jüdischen Kultur zu informieren und so Vorurteile gegenüber jüdischen Mitbürgern abzubauen und Antisemitismus vorzubeugen.

Um die Zielgruppen zu erreichen, arbeitet die israelitische Kultusgemeinde eng mit dem Frendenverkehrsbüro der Stadt Straubing zusammen. Auch werden die lokalen Medien genutzt, um auf das Angebot aufmerksam zu machen.