Stadt Straubing

Integration / federführendes Amt PfD

 

Roman Schaffner

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94303 Straubing

 

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DEB 

Deutsches Erwachsenen-

Bildungswerk

gemeinnützige GmbH

Koordinierungs- und Fachstelle PfD


Zvonimir Pervan

Am Platzl 13a

94315 Straubing

 

Tel.: 09421 - 18985-10

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e-mail: z.pervan@deb-gruppe.org

 

 

DEB

Deutsches Erwachsenen-

Bildungswerk

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Koordinierungs- und Fachstelle PfD


Dr. Ferdinand Stoll

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Gemeinsam sind wir stark

Gemeinsam sind wir stark

Vertrauen in sich und andere stärken!

Frauenhaus startet Projekt für derzeitige und ehemalige Bewohnerinnen 
Selbstvertrauen ist es oft, das den Bewohnerinnen des Frauenhauses fehlt. Und auch Vertrauen in andere. Beides möchten die Verantwort-lichen den Frauen ein Stück weit zurückgeben. Daher beteiligt sich das Frauenhaus mit einem Projekt an „Wir sind Straubing“ - auch, um das Wirgefühl in der Einrichtung zu stärken. Rund 30 Prozent der Frauenhaus Bewohnerinnen haben einen Migrationshintergrund, bilanzieren die Sozialpädagoginnen Birgit Masur und Anneliese Weichselgartner sowie Erzieherin Petra Thalhofer.
Nicht immer läuft da das Zusammenleben auf engstem Raum reibungslos, wenn die verschiedenen Kulturen und ihre Besonderheiten aufeinandertreffen. Daher zielt das Projekt des Frauenhauses vor allem darauf ab, das gegenseitige Verständnis füreinander und die andere Kultur zu fördern. Ziel ist ein gelungenes Miteinander - Anneliese Weichselgartner formuliert es so: „Die Frauen sollen zusammenleben und zusammenhalten! “
Aus diesem Grunde starten die Verantwortlichen im Zuge des Frauenhaus-Projekts sechs Einzelaktionen, um den Teamgeist, das Vertrauen untereinander und die Eigenständigkeit der Frauen zu fördern. Das Projekt beginnt am 8. März - dem Weltfrauentäg - mit einem Filmnachmittag im Gruppenraum des Frauenhauses. Die Frauen sollen für andere Kulturen und ihre Besonderheiten sensibilisiert werden, um trotz der verschiedenen Nationalitäten miteinander leben und aus- kommen zu können. Am 19. April geht es weiter mit der nächsten Aktion: Die Frauen fahren in den Kletterpark Straubing, um hier an ihre Grenzen zu gehen. „Es gilt, die eigene Angst zu überwinden - das macht Mut“, erklärt Birgit Masur. Außerdem ist es nötig, sich beim Klettern auf andere verlassen zu können, da andere die Frauen in luftiger Höhe absichern. Die Frauen merken, dass auch Frauen anderer Nationalitäten die gleichen Probleme, die gleichen Gefühle haben wie sie - das stärke das Gemeinschaftsgefühl. Um diese wichtige Erfahrung zu vertiefen, geht es am 14. Juni in den Kletterpark Mitterfels. Von 1. bis 2. August übernachten die Frauen - darunter aktuelle und ehemalige Bewohnerinnen - gemeinsam in St. Englmar, sehen einen passenden Film und besuchen am nächsten Tag den Klettergarten in St. Englmar. „Auf dem Programm stehen hier auch Vertrauensspiele“, erzählt dazu Petra Thalhofer. Am 11. Oktober wird noch einmal geklettert - dieses Mal an der Kletterwand in der Turnhalle in Ittling. Am 8. November schließt das Projekt mit einem Filmnachmittag im Frauenhaus. Die Verantwortlichen erhoffen sich, dass die Frauen beim Klettern neues Selbstvertrauen tanken können und gleichzeitig die anderen Bewohnerinnen und ihren kulturellen Hintergrund besser kennenlernen. Das Verständnis füreinander soll vertieft werden - „und im Optimalfall entstehen neue Freundschaften“, wünscht sich Sozialpädagogin Birgit Masur.

-mel-

Ein bisschen wie Urlaub

Frauenhaus - Ausflug Tannebhof

Im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" durften ehemalige Frauenhaus - Bewohne-rinnen mit ihren Kindern zwei Tage im Tannenhof in St. Englmar verbringen. Besonders im Fokus stand dabei der Besuch des Kletterparks am Donnerstag.

Die Projektteilnehmerinnen fuhren am Mittwoch um 16 Uhr aus Straubing ab Richtung St. Englmar. Dort angekommen, stand nach dem Abendessen Zeitvertreib im hauseigenen Garten auf dem Programm, und die Frauen mit ihren Kindern nutzen gerne das Angebot, Tischtennis zu spielen, Trampolin zu springen und vieles mehr. Da- nach sahen die Projektteilnehmerinnen gemeinsam den Film "Respekt" an. Es schloss sich eine Diskussion und ein kurzes Rollenspiel zum Film an. Am Donnerstagvormittag standen nach dem Frühstück Vertrauensspiele und Spiele mit dem Schwungtuch auf dem Programm. Nach dem Mittagessen ging es zum Kletterpark in St. Englmar. Jetzt machte sich die regelmäßige Teilnahme an den Kletteraktionen des Frauenhauses bemerkbar. Die Mütter und Kinder werden immer sicherer und trauen sich mehr zu. Ein Mädchen konnte dieses Mal den Kletterpark ganz durchmachen, wobei sie bei den anderen jedes Mal abgebrochen hat. Das Mädchen ist sehr stolz auf ihre erbrachte Leistung gewesen, was man ihr auch ansehen konnte.Alle Teilnehmer waren begeistert von dieser Aktion. Aussage einer Teilnehmerin: „Es war wie ein bisschen Urlaub.“

-mel-

Frauen klettern für mehr Selbstvertrauen

Kletterwand

Das Bundesprojekt „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ ermöglichte am Donnerstag den Bewohnerinnen des Frauenhauses Straubings und deren Kindern, an einem Kletterkurs in der Ittlinger Kletterhalle der Alpenvereinssektion Straubing teilzunehmen. Die mittlerweile fünfte Veranstaltung der Projektreihe des Frauenhauses fand unter der Leitung des Kletterlehrers Michael Wagner und dem Sozialpädagogenteam des Frauenhauses statt. Das Kletterprojekt verfolgt das Ziel, Solidarität unter Frauen zu fördern, das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken und Konflikte untereinander abzubauen. Da die Kletterübungen anfangs große Überwindung kosteten, wurden die Teilnehmerinnen langsam an verschiedenste Schwierigkeitsgrade der Wand herangeführt. Dadurch verloren immer mehr Frauen ihre Hemmungen und meisterten die Ebenen mit Bravour. Durch spielerische Elemente wie beispielsweise blind klettern oder Topfschlagen mussten die Frauen voll und ganz auf die Zurufe der Anwesenden vertrauen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene fanden Spaß an der Sache und konnten am Ende mit dem Gefühl „ über sich hinausgewachsen zu sein“ nach Hause gehen.

LAP Abschlussveranstaltung des Frauenhauses

LAP Abschlussveranstaltung des Frauenhauses

Ein Jahr lang beteiligte sich das Frauenhaus Straubing am Lokalen Aktionsplan "Wir sind Straubing". Die Abschluss- veranstaltung, gefördert durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ war eine internationale Weihnachtsfeier. Am Mittwoch fand diese im Zentrum für Arbeit und Kultur (ZAK) in der sozialen Stadt im Quartierstreff statt. Veranstalter war das Frauenhaus in Zusammenarbeit mit ZAK-Leiterin Martina Lipka und der Gleich-stellungsbeauftragten der Stadt Hedi Werner. Es kamen insgesamt 21 erwachsene Frauen und fünf Kinder. In gemütlicher Runde bei Kaffee, Plätzchen und Kanapees trafen sich Frauen von ganz unterschiedlichen Nationalitäten. Damit jede Teilnehmerin einen geschmacklichen Einblick in andere Länder erhalten konnte, brachten die Frauen ein typisches Gericht mit.  So gab es einen russischen Salat, türkische Plätzchen und Gebäck aus dem Kosovo. Als Höhepunkt kam die Märchenerzählerin Edeltraud Forster, die in adventlicher Stimmung drei Märchen aus ihrem Repertoire zum Besten gab. Sie erzählte „das Mädchen ohne Hände“, ein Märchen aus Afrika mit dem Namen „wie die Katze zum Menschen kam“, dass die ganze Runde zum Lachen brachte und „Sterntaler“. Nach jedem Märchen erklärte die Märchenerzählerin die Bedeutung des Märchens und wie es auf die heutige Zeit übertragen werden kann. Zum Abschluss gab es für alle Anwesenden noch ein kleines Geschenk und für die Kinder spendete der Buchladen Pustet aus Straubing Bilderbücher.

Träger

Förderverein des Frauenhauses

Ziele

  • Zusammenhalt und Selbstwertgefühl der Frauen (und ihrer Kinder) des Frauenhauses Straubing stärken
  • Für fremde Kulturen sensibilisieren
  • Konfliktpotential abbauen

Frauen und Kinder nehmen an Tagesaktionen teil, die den Zusammenhalt stärken und Handlungsmöglichkeiten bei Konflikten erweitern. Mit erlebnispädagogischen Ansätzen werden die Frauen sensibilisiert für die Themen Toleranz, Vielfalt und Demokratie.

Handlungskonzept

Durchschnittlich leben die Frauen mit ihren Kindern sechs bis acht Wochen im Frauenhaus. Viele Frauen haben einen Migrationshintergrund. Konflikte im Frauenhaus hängen oft damit zusammen, dass die Frauen zu wenig wissen über "fremde" Erziehungsstile oder Konfliktlösungsmöglichkeiten. Zum Beispiel sind Frauen aus Afrika häufig nicht gewohnt, Konflikte selbst zu lösen, weil in ihrer Herkunftskultur Streitschlichter diese Aufgaben übernehmen.

Im Projekt erweitern die Frauen ihre Kenntnisse zu spezifischen Frauenthemen (zum Beispiel Umgang mit Gewalterfahrung in der Familie) in einem interkulturellen Kontext.

Die Teilnehmerinnen werden durch die persönliche Ansprache der Mitarbeiterinnen zur Teilnahme am Projekt erreicht.

 

Im Jahr 2012 werden sechs Aktionen durchgeführt.

 

Geplant sind:

  • Ausflug mit Übernachtung im Tannenhof in St. Englmar
  • Tagesaktionen, zum Beispiel Besuch des Klettergartens in Straubing
  • Filmabende
  • weitere erlebnispädagogische Projekte je nach Interessen der Frauen

Frauen mit Migrationshintergrund, die am Projekt teilnehmen, erhalten durch den Austausch mit anderen Frauen zusätzliche lebensweltorientierte Handlungsoptionen.

 

Durchgeführt werden die Aktionen durch Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Straubing.